Reisebericht: Eine virtuelle Reise mit der transsibirischen Eisenbahn

Autor: Manuela Koch & Jan Dullenkopf

Eine 7865 kilometerlange Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn virtuell erlebbar gemacht.

Es ist nicht nur eine bloße Erzählung oder ein typischer Bildband. Die Reise soll erfahrbar gemacht werden, der Betrachter soll sich hineinversetzen können, seine Sinne angesprochen werden. Durch audiovisuellen Aufnahmen z.B. kann er die typische Geräuschkulisse der Zugfahrt miterleben. Er ist mitten drin!

Die Idee:

Der Grundgedanke dieser Diplomarbeit ist die Wahrnehmung mit den Sinnen. Die Tatsache, dass der Mensch in ungewohnten Situationen und fremden Umgebungen intensiver wahrnimmt, führte uns zu einer Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Sie schärfte unsere Sinne: das Hören, das Schmecken, das Fühlen, das Sehen und das Riechen. Die „sinnlichen“ Erfahrungen dieser Reise fangen wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln ein: Fotografie, Zeichnung, Grafik, Reisedaten, persönliche Lokbuchaufzeichnungen, Audioaufnahmen, Kurzfilme, Objektsammlungen, Zitate.

Der Reiseablauf mit der Transsibirischen Eisenbahn:

  • Ankunft in Moskau am 8.März 2005, 4 Uhr morgens
  • Abfahrt 19 Uhr
  • Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Ulan-Bator – 5 Tage
  • Aufenthalt in Ulan-Bator – 3 Tage
  • Weiterreise mit der Transsibirischen nach China – 1 Tag
  • Aufenthalt in Beijing – 5 Tage
  • Rückreise mit der Transsibirischen nach Moskau – 5 Tage (7865 km)
  • Aufenthalt in Moskau – 2 Tage

Die Reise:

Die dreiwöchige Reise war voll von „sinnlichen“ Kontrasten: schwankende Temperaturen, unterschiedlichste Gerüche und Geräuschkulissen, die Art der Fortbewegung, das Auf und Ab der Emotionen, drei verschiedene Sprachen, Kulturen, Schriften, menschliche und unverhoffte Begegnungen. Durch die andauernde Fortbewegung mit dem Zug ändert sich das Gefühl für die Bewegung, durch das Verschiebenen zweier Zeitzonen gegeneinander, verliert man jegliches Zeitempfinden. Werte werden überdacht, die eigene Sprache, sowie Englisch bieten keine Kommunikationsmöglichkeiten mehr: Nur Stift und Papier ermöglichen den Aus- tausch von Wort und Sinn!

Das Konzept:

Die Gestaltung des Werkes ähnelt der Komposition eines Musikstückes: Es lebt dem Reiseverlauf entsprechend von Konstanten, es kommt zu Höhepunkten, und verliert genauso schnell wieder an Spannung. Der Inhalt verändert sich mit dem Verlauf der Reise, bildet aber durch den Aufbau ein zusammenhängendes Gesamtwerk. Verschiedenen Eindrücke werden bestimmte Gestaltungsmittel zugewiesen – manche sich wiederholend, manche einzigartig. Fakten sind dabei nur ein Teil des Ganzen. Grafiken, Formen und Farben unterstreichen die Aussagen.

Das Ergebnis:

Bei dem Werk handelt es sich um keinen gewöhnlichen Reisebericht. Es ist nicht nur eine bloße Erzählung oder ein typischer Bildband. Die Reise soll erfahrbar gemacht werden, der Betrachter soll sich hineinversetzen können, seine Sinne angesprochen werden. Durch audiovisuellen Aufnahmen z.B. kann er die typische Geräuschkulisse der Zugfahrt miterleben. Er ist mitten drin!

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2 Gedanken zu „Reisebericht: Eine virtuelle Reise mit der transsibirischen Eisenbahn“

  1. Dieses Buch ist nur zu empfehlen. Eine Arbeit, die die Phantasie anregt. Sie duftet, sie ist haptisch und auditiv sehr wertvoll. Die Gestaltung einwandfrei und nicht zu diskutieren.
    Man muss die lange Reise nicht mehr auf sich nehmen, sondern erlebt diese in dieser gebundener Arbeit in vollen „Zügen“!

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