Archive for 2011
Autor: Michael Rumpelt
Zeitmodellierung, Bedürfnisse, Kapitalbegriff, Bedarfsbegriff, Prosum, Nutzentheorie, System limitationaler Produktionsfunktionen und Makroökonomik neu beleuchtet.
Das Ansetzen auf der einzelwirtschaftlichen Ebene bedeutet eine prinzipielle Veränderung der Sichtweise auf das gesamtwirtschaftliche Geschehen, das bisher von Gleichgewichtssichtweisen oder Sichtweisen auf Aggregate dominiert worden ist.
Es ist deshalb erforderlich und aufschlussreich, über die Grundbegriffe der gesamtwirtschaftlichen Analyse neu nachzudenken. In diesem Band wird dies in fünf Bereichen getan, mit naheliegenden und unerwartet deutlichen Änderungen ihrer Anschauung:
• Die Zeit als Basisdimension menschlicher Erfahrung und ihre Darstellung
• Das Themenfeld Wertschöpfung zur Abgrenzung gesamtwirtschaftlicher Analyse
• Bedürfnisse als menschliche Beweggründe
• Unternehmensentscheidungen unter Unsicherheit und strategischer Interdependenz
• Die Produktionsfunktion als wichtige Rahmenbedingung wirtschaftlichen Handelns.
Ich möchte mit diesem Band zeigen, dass es möglich ist, eine gesamtwirtschaftliche Analyse auf ein agenten- und prozessbasiertes Fundament zu stellen. Die Darstellungen können die Gewissheit geben, dass benötigte Modellbestandteile agenten- und prozessbasiert entwickelt werden können. Die Darstellung ist dazu konzipiert, einen Diskussionsanfang oder, vielleicht treffender, Kristallisationspunkte für eine durchgehend prozessbasierte Analyse zu bilden.
Autor: Michael Rumpelt
Aus dem Vorwort dieser Arbeit:
Wie funktioniert unser Wirtschaftssystem?
Das ist eine der Fragen, die mich veranlassen, Wirtschaftswissenschaft zu betreiben. Nach Beendigung des Studiums waren noch zentrale Fragen offen: Für die Wechselwirkung von Geldsystem und realer Sphäre fehlte ein Analyseinstrumentarium. Auch die zentrale Frage, wie Investieren und Sparen zusammenhängen und mit welchen Folgen aus dem Koordinationsprozess von Investieren und Sparen zu rechnen ist, war noch ohne Antwort.
[...]
Ich gehe davon aus, dass wir mit dem agenten- und prozessbasierten Ansatz unser Verständnis des Wirtschaftssystems wesentlich verbessern können und gegebenenfalls die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so verändern werden, dass wir angenehm darin leben können. Ich wünsche mir deshalb eine klare, prägnante und fruchtbare Diskussion der bestehenden Ideen, den Ausbau zu einem vollwertigen gesamtwirtschaftlichen Modell mit Geld und Währungssystemen, die Diskussion der wirtschaftspolitischen Implikationen sowie gegebenenfalls die Entwicklung und Umsetzung gestaltender wirtschaftspolitischer Maßnahmen.